Verblieben in der Heimat - Ausstellung und Debatte in München
Am 21. Januar wurde die neue Ausstellung „Verblieben in der Heimat” im Tschechischen Zentrum München eröffnet. 10 Deutsche aus Tschechien erzählen ihre Lebensgeschichten in Bild und Text: sie kommen aus verschiedenen Regionen und gehören zu verschiedenen Altersgruppen (von 19 bis 84 Jahre), haben nur ihre deutsche Wurzeln gemeinsam. Sie gehören zur Minderheit der Deutschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Tschechien bleiben durfte oder musste. Wie erlebten die damals jungen Deutschen in der Tschechoslowakei den Zweiten Weltkrieg, die Zeit der Vertreibung und den Kommunismus? Wie hat die Wende ihr Leben verändert? Und was bedeuten die deutschen Wurzeln für einen jungen Menschen heute, der diese turbulenten Zeiten der Geschichte nur aus Erzählungen kennt? In der Ausstellung können wir Einblicke in 10 verschiedene Lebensgeschichten bekommen, und dadurch uns auch ein Bild über die letzten Jahrzehnte der deutschen Minderheit in Tschechien machen.
Bei der Eröffnung der Ausstellung diskutierten Martin Dzingel (Landesversammlung der Deutschen in Böhmen, Mähren und Schlesien) und Ondřej Matějka (Antikomplex) über die Situation der deutschen Minderheit in Tschechien in der Vergangenheit und heute, sowie auch über die Zukunftsaussichten dieser Gemeinde.
Die Ausstellung kann im Tschechischen Zentrum bis zu dem 23. Februar besichtigt werden.